Hinweis: Eigene Zusammenstellung auf Basis offizieller Clubmitteilungen, Jahres-/Zwischenabschlüsse und Presseberichte — keine offiziellen Angaben der Vereine. Modell- und Schätzwerte sind als solche gekennzeichnet, offiziell bestätigte Zahlen ebenso.
Real Madrid hat den Umbau des Santiago Bernabéu über 1,17 Mrd. € Darlehen in drei Tranchen finanziert — offiziell bestätigt, langfristig und zu festen Zinsen, die für die beiden großen Alttranchen aus der Niedrigzinsphase stammen (2,50 % bzw. 1,53 %). Jede Tranche folgt einem eigenen festen Ratenplan; Ballon-Zahlungen oder variable Zinsen gibt es bei den belegten Tranchen nicht.
Dazu kommt die 2022 geschlossene Partnerschaft mit Sixth Street und Legends: rund 360 Mio. € Kapitalzufluss gegen eine 20-jährige Beteiligung an bestimmten neuen Geschäften des Stadions — ohne Abtretung von TV-Rechten. Das Ergebnis: Real Madrid überschritt als erster Fußballklub der Welt die Marke von 1 Mrd. € Jahresumsatz.
| Tranche | Volumen | Zins (fest) | Rate / Tilgung |
|---|---|---|---|
| Grundfinanzierung (2019) | 575 | 2,50 % | ~29,5 Mio. €/Jahr, ab Juli 2023 bis Juli 2049 |
| Erweiterung „Invernadero" (2021) | 225 | 1,53 % | ~10,5 Mio. €/Jahr, ab Juli 2024 bis Juli 2049 |
| Erweiterung (Nov. 2023)1 | 370 | 4,70 %* | bis 2053* — Konditionen nach Berichtslage |
| Gesamt | 1.170 | Anfängliche Zinslast rechnerisch ~35 Mio. €/Jahr |
Der offizielle Jahresbericht 2021/22 bestätigt einen strategischen Vertrag über rund 360 Mio. €: Sixth Street erhielt das Recht, 20 Jahre lang an der Verwertung bestimmter neuer Geschäfte des Santiago Bernabéu teilzunehmen — der Eventplattform, die durch den Umbau entsteht; Legends bringt als Betreiber weltweite Stadion- und Eventkompetenz ein. Das ist kein Kredit: Es gibt keinen Tilgungsplan und keine feste Zinslast, die Vergütung hängt am wirtschaftlichen Erfolg der neuen Flächen.
Das Fußball-Kerngeschäft — Dauerkarten der Socios, regulärer Ticketverkauf, sämtliche TV-Rechte — ist von der Beteiligung nicht betroffen. Die genaue Erlösbasis, Prozentsätze und Exit-Regeln sind allerdings nicht vollständig offengelegt; die vielzitierte Größenordnung von 30 % der Mehrerlöse ist eine kolportierte, nicht offiziell bestätigte Angabe. 2042 endet die Beteiligung nach dem Vertrag von 2022.
| Einnahmefeld | Vor Umbau (2018/19) | Vollbetrieb (Modell) |
|---|---|---|
| Reguläres Ticketing & Dauerkarten | ~85 | ~130 |
| VIP-Hospitality & Skybar | ~35 | ~110–120 |
| Ganzjahres-Events & Konzerte2 | ~5 | ~70–90 |
| Museum, Touren & Flagship-Store | ~50 | ~90–100 |
| Gastronomie & Sponsoring | ~10 | ~35 |
| Gesamtertrag Stadion | ~185 | ~435–475 |
| Mehrertrag (Delta) | ~250–290 / Jahr |
| Kriterium | Real Madrid | FC Barcelona |
|---|---|---|
| Stadionfinanzierung | 1,17 Mrd. € (bestätigt) | ~1,45 Mrd. € (Espai Barça) |
| Belegte Zinssätze | 2,50 % / 1,53 % fest | 5,19 % auf refinanzierte 424 Mio. € |
| Jährliche Belastung | ~40 Mio. € feste Raten (T1+T2) zzgl. Tranche 3 | kalkuliert ~150 Mio. € inkl. Sixth Street |
| Abtretung LaLiga-TV-Rechte | 0 % | 25 % bis ~2047 (~40 Mio. €/Jahr) |
| Sonderdeal | ~360 Mio. € für 20 J. Beteiligung an neuen Stadiongeschäften | ~519 Mio. € für die TV-Abtretung |
| Größtes Refinanzierungsrisiko | gering (Festzins-Tranchen) | Goldman-Sachs-Schlusszahlung ~266 Mio. € (2031) |